BBC-Dokumentation Inside Facebook

Die BBC-Dokumentation „Inside Facebook“ ist mir vorhin bei Deutschlands größtem Nachrichten-Portal aufgefallen. Der Film ist von Anfang 2011 und es gibt ihn wohl seit Mai 2012 bei Spiegel.TV. Die Info ist also nicht gerade neu. Trotzdem möchte ich darauf hinweisen, da ich ihn sehr interessant finde.

Inside Facebook erzählt die Geschichte der Entstehung von Facebook, vom Beginn in Harvard bis zu der beachtlichen Größe Anfang 2011. Zwar ist der Börsengang noch nicht thematisiert, doch trotzdem erfährt man einiges über die Bedeutung und die Potenziale von Facebook. Besonders interessant ist es, dass die Filmmacher die Schlüsselfiguren von Facebook, allen voran Zuckerberg und COO Sandberg interviewt haben. Wer wissen möchte wie es bei Facebook zuhause aussieht, der wird auch nicht enttäuscht werden.

Ich finde den Film sehenswert. Die eingebaute Werbung nervt leider ein bisschen..

Marketing in 39 km Höhe – RedBull-Stratos

Wer in den letzten Tagen nur ein bisschen Aufmerksamkeit auf die Medien verwandt hat, dem sind mit einiger Sicherheit die Berichte über Felix Baumgartners Weltrekord-Versuch im Fallschirmspringen aufgefallen. Der beabsichtigte Weltrekord war ein Sprung vom Rande der Erdatmosphäre aus einer Höhe von über 37 Kilometern mit dem weiteren Ziel dabei die Schallmauer zu durchbrechen. Als gestern der Sprung und der Weltrekord gelang, war dies auch ein Triumph  für den beteiligten Sponsor, den Getränkehersteller Red Bull. Mit riesigem Aufwand hat das für das Sponsoring von Extremsportarten bekannte Unternehmen das Ereignis über Monate vorbereitet. Von einer eigenen Webseite, einem Youtube-Kanal, einer Facebook-Seite und einem Twitter-Kanal begleitet wurde der Sprung sowohl zu einem medialen Großereignis als auch zu einer überaus erfolgreichen Marketingmaßnahme für Red Bull. Nach Angaben von Mashable wurde der Youtube-Live-Stream von Baumgartners Stunt von bis zu 7,1 Millionen Menschen gleichzeitig angesehen, was auch einen neuen Rekord für Live-Streams darstellen würde. Überaus zahlreich ist das Event auch auf den anderen sozialen Kanälen erwähnt worden. Zumindest bei allen bildlichen Erwähnungen dürfte dabei auch der Name des Sponsors und Projektes präsent gewesen sein. Die ohnehin schon sehr hohe Markenbekanntheit von Red Bull hat damit sicher noch gestiegen. Während die einen den Hut vor Baumgartners Leistung und Mut ziehen da würdigen andere den Marketing-Coup von Red Bull. Beides erscheint berechtigt.

Zum Ereignis sind einige interessante Artikel erschienen, die ich hier verlinken möchte:
Im Gefahrgut-Blog stellt Falk Ebert die Social-Media-Aktivitäten rund um den Sprung genauer vor.
In der Süddeutschen beschreibt Hans von der Hagen wie Red Bull seine Brause mit einem Marketing-Etat von 1,4 Milliarden Euro unter die Leute bringt.
Stellvertretend für viele begeisterte Einordnungen des Marketing-Ereignises der Artikel von Janean Chun in der Huffington Post.

WhatsApp – populär, aber unsicher.

Schon seit einer Weile werde ich regelmäßig gefragt warum ich denn nicht WhatsApp nutze. Ich weiss, das ist der „SMS-Dienst“ und man kann damit neben Texten auch Bilder und Videos verschicken. Die App gibt es für die meisten Smartphones und Handy-Betriebssysteme; nur auf dem iPhone kostet sie 0,99 Cent, überall sonst ist sie umsonst. Viele Menschen in meiner Umgebung scheinen den Dienst schon zu nutzen und schätzen den Komfort. Trotzdem war ich bisher nicht dafür zu gewinnen, denn im Moment reichen mir meine anderen Kommunikationsdienste aus. Ich brauche nicht noch einen Kanal.

WhatApp-Client auf Android-Smartphone

Meine Haltung ist derzeit eher die Ausnahme, denn der Dienst aus Kalifornien (wie könnte es auch anders sein) ist einer der erfolgreichsten der bisherigen Smartphone-Arä und eine große Konkurrenz für den althergebrachten SMS-Dienst der Telekommunikations-Provider. Im August gab das Unternehmen auf Twitter bekannt 10 Milliarden Nachrichten an einem Tag verschickt zu haben. Das ist eine gewaltige Zahl an Nachrichten. Es muss zurecht vermutet werden, dass dahinter auch eine gewaltige Zahl von Nutzern steckt. Genaue Zahl kennt allerdings nur das Unternehmen selbst und veröffentlicht sie nicht. Die unbestätigten Zahlen, die hier und da durchs Netz geistern liegen rund um die 100 Millionen Nutzer. Viele dieser Nutzer werden auch für die App bezahlt haben. Was neben den kolportierten schwarzen Zahlen an diesem Dienst noch sehr interessant ist, das wird vielen erst auf den zweiten Blick deutlich: WhatsApp ist ein riesiges und stark wachsendes soziales Netzwerk!

WhatsApp verbindet seine Nutzer auf Basis der individuellen Kontakte auf dem Smartphone. Direkt nach der Installation gleicht es die Kontakte des Nutzers mit der Datenbank ab und zeigt ihm welche der eigenen Kontakte auch bei WhatsApp vorhanden sind. Das geschieht auf wirklich einfache Weise und macht die aktive Suche nach den Kontakten praktisch unnötig, denn alle relevanten Personen hat der Nutzer meist schon in seinem Telefonbuch. Derzeit wird der Dienst aber mehr als eine Kommunikationsplattform und weniger als ein Netzwerk wahrgenommen. Das liegt, denke ich, daran, dass man etwas anderes zur Zeit nicht nötig hat. Trotzdem ist WhatsApp ein schlafender Riese unter den sozialen Netzwerken. Mit seiner vermutlich riesigen Zahl an Nutzern und dem rasanten Wachstum könnte man vielleicht Twitter Konkurrenz machen, wenn man nur wollte.

Wie man nun seit heute allerorten im Netz lesen kann hat WhatsApp nicht nur gewaltige Potentiale, sondern auch gewaltige Sicherheitslücken. Laut einem Bericht von heise Security nutzt die App zur Authentifizierung am Server ein Passwort, dass aus Seriennummern beziehungsweise MAC-Adressen von Smartphones generiert wird. Besonders problematisch ist dabei, dass man diese Daten mit relativ einfachen Mitteln herausfinden kann – sie sind nicht besonders gesichert. Die Handy-Seriennummer findet sich rückseitig auf den meisten Geräten und die MAC-Adresse des WLAN-Chips wird gar ständig in die Umgebung gesendet. Erschreckend einfach scheint es danach zu sein mithilfe der Daten den Account eines Nutzers zu übernehmen und in seinem Namen Nachrichten zu verschicken. Ich vermute mal, dass es vielen Nutzern sauern aufstoßen würde, wenn Sie wüssten wie einfach man an ihre Nachrichten kommen kann. Doch vor allem sollte es sie bedenklich stimmen, dass dies nicht das erste Mal ist, dass Sicherheitslücken bei WhatsApp bekannt geworden sind. Schon im Mai 2011 wurde eine Lücke bekannt über die sich Accounts übernehmen ließen. Seitdem scheint es den Machern noch nicht gelungen zu sein ihre App sicherheitstechnisch zu verbessern.
Unter diesen Gesichtspunkten werde ich mir auch weiterhin nicht WhatsApp installieren, obwohl es eigentlich ein interessanter Dienst ist.

Vanity-URLs bei Google+

Laut dem Posting von Saurab Sharma, einem Google Manager, beginnt man bei Google+ nun mit der Einführung von sogenannten Custom-URLs. Personen und Seiten auf Google+ bekommen damit bald die Möglichkeit unter einer individuelleren URL statt der generischen, von Zahlen geprägten URL erreichbar zu sein. Vor allem von Marken mit Seiten auf Google+ wurde diese Ankündigung lange erwartet, denn ihnen wird die Präsentation ihrer Google+-Seite damit deutlich vereinfacht, da die neuen URLs attraktiver, da leichter zu merken, werden.

Vanity-URLs für Google+ – bald ist es soweit

Bislang wurden die Custom-URLs nur für einige wenige verifizierte Accounts und Marken zugelassen. Es ist nun damit zu rechnen, dass in der nächsten Zeit auch normalen Nutzern und Seiten diese Möglichkeit gegeben wird. Dann ist sicher auch mit einem Run auf die Namen zu rechnen. Man kann also gespannt sein.

UPDATE:
Wie ich gerade bei mobiflip.dehttp://www.mobiflip.de/benutzerdefinierte-urls-und-neue-alben-funktionen-fuer-google/ gesehen habe gibt’s jetzt schon eine Möglichkeit die eigene Seite mittels einer URL aufzurufen, die den Namen der eigenen GMail-Adresse enthält.
Die URL muss dem folgenden Muster entsprechen: https://profiles.google.com/tsrouya

Wie mobiflip.de weiter berichtet wird klappt das nicht bei allen Profilen. Ich jedenfalls kann Erfolg vermelden.

Facebook-Content und Viralität

Infografik: Welche Eigenschaften eines Postings fördern die Viralität?

Präsentation, Inhalt und Viralität von Facebook-Postings sind der Hauptfokus der gerade veröffentlichten Studie der Agentur vi knallgrau  und der FH Joanneum in Österreich. Die Studie untersuchte über einen Monat hinweg 2324 Facebook Postings von 100 Unternehmen aus dem DACH Raum (Schwerpunkt Consumer und Retail Brands). Soweit mir bekannt ist, ist es die erste deutschsprachige Studie dieses Umfangs.

Die Autoren Gudrun Reimerth und Johannes Wiegand gingen der Frage nach, welche Inhalte auf Facebook funktionieren und wie sich dies bei Consumer Brands und Retail Brands unterscheidet. Das zentrale Untersuchungskriterium dabei ist die Viralität der Beiträge.
Ihre Ergebnisse sind hoch interessant für Social-Media-Kommunikatoren:

Veröffentlichungszeitraum

Die beste Zeit für Postings ist zwischen 10 und 11 Uhr Vormittags und zwischen 19 und 20 Uhr Abends. Hier sind die Postings am wirkungsvollsten. Zudem ist es sinnvoll antizyklisch zu Posten, also dann, wenn andere es nicht tun oder nicht können. Am Sonntag ist die Häufigkeit von Postings am geringsten, die Viralität jedoch am höchsten.

Postingfrequenz

Wie es sich zeigt ist zu häufiges Posten schlecht für die Viralität. Facebook-Seiten, die 1 Mal täglich, oder noch häufiger Posten erreichen eine geringere Viralität als Seiten, die dies nur ein bis 2 Mal in der Woche tun.

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Neue Studie zur Viralität von Inhalten

Infografik der Agentzur VI Knallgrau

Bilder sind viraler als Text, Videos und Links wirken sich negativ auf die Viralität aus. Das sind die wichtigsten Ergebnisse einer neuen Studie der österreichischen Agentur VI Knallgrau in Zusammenarbeit mit der FH Joanneum.
Die Ergebnisse der Studie zeigen,  dass es besonders auf einfache und emotionale Postings ankommt. Die wichtigsten Findings sind aus der Infografik ersichtlich.  Außerdem  der Link zur Präsentation auf Slideshare.

Hier die Infografik:  Weiterlesen →